Pressestimmen zu »Brel!«

"...Philippe Huguet heißt der Mann, der am Samstag zum Ausklang des 14. Kasseler Weltmusikfestivals Jacques Brel wieder auferstehen ließ. Was man einst über das Original sagte, gilt auch für Huguet: Er singt keine Chansons, er lebt sie. Mit großen Gesten, atemlos ins Mikro geschleuderten Wortkaskaden und fulminanter stimmlicher Energie.

Der gebürtige Franzose, der in Mannheim Operngesang studierte, intonierte nicht nur, er spielte Brel. Ob Gesang, Gestus oder Ansagen, Huguet blieb in seiner Rolle: Er war Brel, der mal leidenschaftliche, frivole, saloppe oder provokante Künstler, den die Urgewalt der Liebe zum Schwärmen, Aufbrausen oder Klagen brachte.

So waren auch Huguets Texte, die er auszugsweise und auf Deutsch den Liedern voranstellte, tief ausgefühlte und ausdrucksvoll dargestellte Momente: Die Umarmung für Paris (Les prénoms de Paris), die Ironie des Verliebten in „Le prochain amour“: „Ich weiß, die nächste Liebe ist die nächste Niederlage. Aber es tut gut, verliebt zu sein“. Das Flehen um Liebe in „Ne me quitte pas“ – „Geh nicht fort von mir“ - ein magischer Höhepunkt. So intensiv, so leidenschaftlich verloren – manchen Zuhörer sah man das Taschentuch zücken...

...Ein Ausnahmekonzert für und von einem Ausnahmekünstler."

HNA